1. Vorbereitungen
2. Ursprung
3. Totes Leben
In einem neuen Entwicklungsschritt liegen Chance und Gefahr immer dicht beisammen. Die RFID-Revolution wird den Menschen in seiner Individualität in Frage stellen. Ein neues Werteverständnis wird angeregt werden. Dieser Prozess darf sich nicht unbewusst im Menschen vollziehen, sondern muss von ihm aktiv mitgestaltet werden. Der Eingriff in die Welt der Dinge ist eigentlich ein Eingriff in die Welt des Menschen.
Während man sich noch um die möglichen Auswirkungen der RFID-Technologie streitet hat die Einführung im Waren-Bereich bereits stattgefunden. Immer mehr Gegenstände werden derzeit “getaggt”. Bereits heute sind Kleidungsstücke, Medien und Verpackungen in das RFID-System integriert ohne das der Mensch ausreichend davon in Kenntnis gesetzt wurde. Durch dieses unspektakuläre Vorgehen wird eine weitgehend unbeachtete und unkontrollierbare Verbreitung der RFID-Technologie erreicht. Die Chips sind Schnittstellen eines digitalen Netzwerks das sich so auf Gegenstände ausweiten kann. Es ist die Rede von der “Intelligenz der Dinge”. Tatsächlich scheint mit RFID so etwas wie Intelligenz in den Gegenständen aufzuleuchten. Der Mensch wird konfrontiert mit einer scheinbaren Belebung der Materie – ein Spiel mit Illusionen beginnt.
Fortschritt ins Unnatürliche
RFID wird sich als sehr mächtig in das Leben der Menschen hineinstellen können, weil sie dieses Leben dazu selbst vorbereitet haben. Die Ausweitung des Internet und die Umstellung der eigenen Gewohnheiten auf die digitale Vernetzung durch Handy und WiFi hat die heutige Welt präpariert.
Es werden konsequent Dinge eingeführt, die den Menschen von seiner natürlichen Umwelt „wegerziehen“. Schrittweise und vorsichtig schiebt sich ein neuer Gedanke – eine kühle Idee zwischen Mensch und Welt. Pflanzen und Nahrung werden denaturiert. Gentechnik versucht die Samen – Ursprung des Natürlichen – zu besetzen. Die den Menschen umgebende und einhüllende Atmosphäre wird durchzogen von unkontrollierter Strahlung, deren Auswirkung nicht nur körperlich zu spüren ist. Neue digitale Kommunikationsmethoden schaffen paradoxerweise Distanz und Abkapselung zwischen den Menschen, lassen aber das „große warme Wir-Gefühl“ wieder aufleben.
Der Körper des Menschen wird bereits im Kindesalter mit Medikamenten und Impfungen präpariert, Hollywood erschafft die relative Realität und Medien ersetzen die eigene Wahrnehmung der Außenwelt. Natürlichkeit ist out!
Das Vergessene
Wer einmal die Gelegenheit hatte, Kinder in den unterschiedlichen Phasen der Entwicklung zu begleiten kennt die symbiotische Beziehung zur Umwelt, in der diese sich unbewusst befinden. Die ausgewogenen Zusammenhänge der natürlichen Welt wirken weckend und belebend auf die allgemeine Entwicklung. Diese natürliche Welt besteht nicht nur aus Tieren und Pflanzen. Sie ist vor allem die Welt des sozialen Geschehens, der menschlichen Beziehung und Interaktion, insofern diese sich in der Wirklichkeit abspielt.
Entfernt man diese natürliche Umwelt Stück für Stück, so verliert der Mensch den Halt, an dem er sich “aufrichten” kann. Es entstehen Entwicklungsdefizite, wie sie heute in den ersten Wogen der virtuellen Welten bereits auftauchen. Als Auslöser für Unruhezustände, ADHS und ähnliche Erscheinungen werden oft die Medien genannt. Das ist falsch. Denn es ist nicht der überhöhte Medienkonsum, sondern der Mangel an natürlichen Erlebnissen, der diese Krankheitsbilder fördert. Neue technische Formen sind nur dann problematisch, wenn sie unkontrolliert die natürlichen Formen verdrängen können. Das Übermass einer von Computergedanken belebten Umwelt die durch RFID (und den Nachfolgern) noch verstärkt werden wird, stellt eine hohe Anforderung an das pädagogische Geschick der kommenden Generationen dar.
Die Belebung der Gegenstandswelt mithilfe der Intelligenz eines digitalen Systems lenkt den Menschen von einem erweiterten Verständnis der belebten Natur ab. Er läuft Gefahr sich an die illusorischen Fähigkeiten einer Technik-Welt zu verlieren. Der Weg in eine spirituelle Weltsicht wird ihm erschwert.
Nun folgt ein weiterer Schritt. Der biometrische Reisepass und die elektronische Gesundheitskarte sind offizielle Vorreiter der personalisierten und auf ein Individuum abgestimmten RFID-Kennung. Weitere Schritte werden nicht lange auf sich warten lassen (siehe z.B. hier). Der Mensch wird in das RFID-System integriert. In diesem Rahmen entsteht die Frage: Wie steht der Mensch zu seiner eigenen Individualität?
Damit geht es in einem der nächsten Posts weiter.

[...] liegt hingegen in einem anderen Bereich. Und dort führt RFID zu weitaus mehr Schaden. Hier gehts weiter… ¹ Hier ist eine Liste der Partner der METRO Group Future Store [...]